Krav Maga: Effektive Techniken für den Ernstfall

Krav Maga

Der Begriff Krav Maga kommt aus dem Hebräischen und bedeutet Kontaktkampf. Diese Kampfkunst ist ein leicht erlernbares, zweckorientiertes Selbstverteidigungssystem, das auf einfache Prinzipien und intuitive Bewegungsabläufe zurückgreift, die auch in Stresssituationen abrufbar und unter Druck einsetzbar sind. Die Anzahl der Techniken wird deshalb bewusst niedrig gehalten. Die Techniken bauen auf einfachen natürlichen Reflexen auf und sind auch bei geringem Trainingsaufwand leicht zu behalten.

Krav Maga ist seinem Selbstverständnis nach kein Sport, sondern ein reines Selbstverteidigungssystem, in dem es keine Wettkämpfe gibt. Hier wird vor allem das richtige Reagieren unter Stress trainiert. Es geht nicht nur um die richtige Taktik in Gefahrensituationen, sondern auch darum, Gefahren frühzeitig zu erkennen und durch geschicktes Verhalten dem Konflikt auszuweichen oder den Gegner zu entwaffnen.

 

Krav Maga-Training wird heute für drei verschiedene Zielgruppen angeboten:

  • Für Privatpersonen (zur Selbstverteidigung, zur Deeskalation, zur Stressresistenz und für die körperliche Fitness)
  • Für Mitarbeiter des Sicherheitsbereichs/der Polizei
  • Für das Militär

 

Krav Maga für Privatpersonen

Privatpersonen lernen im Krav Maga-Training effektive und einfache Methoden, um sich im Ernstfall gegen Gewalt wehren zu können. Für viele ist es aber auch der Spaß- und Fitnessfaktor, der sie zu dieser Kampfkunst bringt. In den USA etwa zählt Krav Maga heute zu den beliebtesten Fitnesssystemen.

 

Krav Maga für Mitarbeiter des Sicherheitsbereichs/der Polizei

Im Sicherheitsbereich und bei der Polizei liegen die Schwerpunkte der Ausbildung auf Deeskalation, Einsatztaktik, Abführ- und Kontrolltechniken sowie auf dem Personenschutz.

 

Krav Maga im Militär

Die Zielsetzung für den militärischen Einsatz ist die Ausbildung von militärischem Personal in Nahkampfmethoden.

 

Im Krav Maga werden je nach Zielgruppe unterschiedliche Techniken und Methoden trainiert. Dazu zählen:

  • verbale Deeskalation
  • Rollenspiele
  • Bewegungslehre
  • 360-Grad-Abwehr
  • Innenabwehr
  • Fausttechniken
  • Handballentechniken
  • Hammerschläge
  • Ellbogentechniken
  • Tritttechniken
  • Knietechniken
  • Einsatz von Alltagsgegenständen zur Selbstverteidigung
  • Waffenabwehr
  • gezielte Entwaffnung von Gegnern
  • Stressdrills
  • Situationstraining
  • Training mit einem Vollkontaktschutzanzug

 

Für wen ist Krav Maga geeignet?

Diese Kampfkunst wurde entwickelt, um jedem Menschen Fähigkeiten zur Selbstverteidigung zu vermitteln. Krav Maga ist ein sehr flexibles System und für Kinder genauso geeignet, wie für Erwachsene. Besondere Kriterien muss ein Einsteiger also nicht erfüllen. Das Training für Kinder ist altersgerecht angepasst und beinhaltet eigene didaktische Elemente, die den kleinen Kampfkünstlern Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl vermitteln. Im Krav Maga wird gezielt gegen Körperzonen vorgegangen, die bei jedem Menschen empfindlich sind, sodass sich auch körperlich Unterlegene in Gefahrensituationen effektiv gegen stärkere Angreifer wehren können. Gekoppelt mit der mentalen Einstellung, die ebenfalls auf dem Trainingsplan steht, stellt Krav Maga also eine sehr gute Art der Selbstverteidigung dar.