Kampfkunst: Ja! Aber welche?

Bild: Kampfkunst-Sportlerin im Sonnenuntergang

Kampfkunst ist nicht nur cool, Kampfkunst kann mehr: Kampfkünstler wissen, wie man sich im Ernstfall gegen Angreifer verteidigt, sie lernen, sich mental zu fokussieren und entwickeln eine Ausdauer, die sie nicht nur im Sport weiterbringt – denn Biss ist auch im Alltag nötig, um privat und beruflich richtig durchzustarten. Dies haben alle Kampkunstarten gemeinsam. Und doch gibt es Unterschiede in den einzelnen Disziplinen, die man kennen sollte – vor allem dann, wenn man als Neueinsteiger auf der Suche nach der passenden Kampfkunst ist.

Eine Frage, die sich Neueinsteiger unbedingt stellen sollten, lautet: Wie will ich trainieren?

Wer nur im Stand trainieren und die Auseinandersetzung am Boden vermeiden will, sollte sich für eine Kampfkunst entscheiden, die sich ausschließlich auf den Sport im Stand beschränkt. Dazu zählen Boxen, Kickboxen, Karate, Muay Thai und Taekwondo.

Für denjenigen, der gern mit Hebel- und Grifftechniken auf dem Boden arbeiten möchten, ist eine reine Bodenkampfkunstart die beste Wahl. Dazu zählen Judo, Brazilian Jiu Jitsu, Ringen und Grappling.

Um Neueinsteigern die Entscheidung zu erleichtern, stellen wir ab sofort an dieser Stelle in einer kleinen Serie die verschiedenen Kampfkünste vor. Den Auftakt wird heute Karate machen.

Karate: Persönlichkeitsentfaltung mit ethischem Anspruch

Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness oder Selbstverteidigung: Karate bietet allen Altersgruppen und Interessenlagen ein breites sportliches Betätigungsfeld. Zudem fördert diese Kampfkunst durch ihre Vielseitigkeit Gesundheit und Wohlbefinden. In den meisten Vereinen gibt es Anfängerkurse, die den Einstieg leicht machen: Stufe um Stufe wachsen Geschicklichkeit und Leistungsvermögen.

Sowohl im Training als auch im Wettkampf wird ein hoher ethischer Anspruch deutlich: Nicht Sieg oder Niederlage sind das eigentliche Ziel, sondern die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und äußerste Konzentration. Die Achtung des Gegners steht an erster Stelle.

Aufgrund seiner vielseitigen Anforderungen an Körper und Geist eignet sich Karate ideal als Ausgleich zu den Anforderungen des Alltags: Der Karateka trainiert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit. Mit Entspannungstechniken, Atemübungen und Meditation steigert der Kampfkünstler zudem seine Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung.